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Rahmenbedingungen verbessern

Die Verbesserung der wirtschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Rahmenbedingungen ist eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe. Bayern bringt sich hier aktiv auf Bundesebene ein und entwickelt in den verschiedenen Bereichen auch eigene Konzepte.

Ältere und jüngere Arbeitskräfte arbeiten in vielen Firmen harmonisch zusammen.

Ältere und Arbeitswelt

Um die Beschäftigungssituation der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verbessern, müssen alle Arbeitsmarktakteurinnen und Arbeitsmarktakteure an einem Strang ziehen.

Die bayerische Arbeitsministerin hat daher bereits im Frühjahr 2011 die Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ ins Leben gerufen. Am 07.05.2012 hat die Staatsministerin mit der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bayern und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das gemeinsam erarbeitete Konzept der Initiative unterzeichnet und die Inhalte vorgestellt. Wesentliches Ziel ist es, älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine lange Erwerbstätigkeit bei guter Gesundheit und Motivation zu ermöglichen. Qualifizierung und lebenslanges Lernen spielen dabei eine herausragende Rolle.

Alle Partner der Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ machen durch zahlreiche Maßnahmen (z. B. Informationsveranstaltungen, Broschüren) gezielt auf die Thematik „Demografischer Wandel“ und „Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ aufmerksam.

Darüber hinaus haben die Initiativpartner eine gemeinsame Beispielsammlung mit Maßnahmen zum Thema zusammengestellt. Diese Beispielsammlung wird einmal jährlich aktualisiert.

Auch finden im Rahmen der Initiative Jahresveranstaltungen bei einem der Partner zu einem speziellen Thema statt. Zu diesen Veranstaltungen werden regelmäßig Unternehmen und Interessierte eingeladen.

8. Jahresveranstaltung zum Thema „Generationen in der Arbeitswelt“ am 10.12.2018 von 15:00 – 16:30 Uhr auf der BERUFSBILDUNG in Nürnberg, Saal Istanbul, NCC Ost, Ebene 2

Der demografische Wandel und die sich daraus ergebende größere Altersspanne in den Betrieben führen dazu, dass immer mehr Menschen mit teilweise völlig anderen Sozialisationsmustern, Werten und Ansprüchen am Arbeitsplatz aufeinander treffen. Eine demografieorientierte Arbeitsorganisation und ein produktives Miteinander der Generationen werden daher zu wichtigen Erfolgsfaktoren.

Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Personalplanung und Personalpolitik in den Betrieben? Was leisten Unternehmen bereits jetzt für die Generationendiversität am Arbeitsplatz und wie können sie neue Ideen am besten umsetzen, so dass alle von den Veränderungen profitieren?

Diese und weitere Fragen möchten wir am 10.12.2018 auf der Veranstaltung „Generationen in der Arbeitswelt“ auf der BERUFSBILDUNG in Nürnberg mit Ihnen diskutieren:

Programm

Montag, 10.12.2018

15.00 – 16:30 Uhr, Saal Istanbul, NCC Ost, Ebene 2

Moderation

Rosemarie Konirsch, Impulsgeberin für zukunftsfähige Zusammenarbeit

Eröffnung

Kerstin Schreyer, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales

Keynote

„Länger leben, besser arbeiten – wie alle Generationen von den demografischen Veränderungen profitieren“

Margaret Heckel, Autorin, Journalistin und Moderatorin

Beispiele aus der Praxis

BMW Group, München

Vorstellung des Projekts „Reverse Mentoring“

Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne, Bayreuth

Das Miteinander der Generationen im Handwerk - ein Praxisbeispiel

Diskussion

Anmeldungen unter: Arbeitswelt@stmas.bayern.de

Während der Veranstaltung werden Aufnahmen gemacht. Mit meiner Teilnahme erteile ich zugleich die Einwilligung, dass Aufnahmen von mir im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Staatsregierung und der Partner der Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ verwendet werden dürfen.

 

Integration durch Ausbildung und Arbeit

Die Bayerische Staatsregierung hat am 13.10.2015 mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ unterzeichnet. Wirtschaft und Staatsregierung streben an, 20.000 Flüchtlingen bis Ende 2016 einen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anzubieten. Bis Ende 2019 wird ein Gesamtziel von 60.000 Arbeitsmarktintegrationen angestrebt.

Die Vereinbarung, an der das Bayerische Arbeitsministerium entscheidend mitgewirkt hat (vgl. Pressemitteilung vom 13.10.2015), sieht wichtige Maßnahmen zur besseren Integration von anerkannten Asylbewerberinnen und Asylbewerbern und Geduldeten mit guter Bleibeperspektive in Ausbildung und Arbeit vor.

Teil der Vereinbarung sind gezielte Maßnahmen zur Integration in Ausbildung und Arbeit. Das Bayerische Arbeitsministerium beteiligt sich allein im Jahr 2017 mit rund 10 Mio. Euro:

  • Erweiterung der Ausbildungsinitiative „Fit for Work“ auf jugendliche Asylbewerberinnen und Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive. Die Förderung greift ab dem Ausbildungsjahr 2016.
  • Ausweitung der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit.
  • Ausbau der Beratungsstellen zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Neben den bereits vom Bund geförderten Beratungsstellen zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse in Augsburg, München und Nürnberg wurden fünf weitere Stellen in Ingolstadt, Landshut, Regensburg, Bamberg und Würzburg geschaffen.
  • Ausbau von Ausbildungsakquisiteurinnen und Ausbildungsakquisiteuren für Flüchtlinge. Sie sollen in Ausbildung vermitteln und den Betrieben als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
  • Etablierung von Jobbegleiterinnen und Jobbegleitern. Sie sollen als Lotsinnen und Lotsen, Netzwerkerinnen und Netzwerker und Partnerinnen und Partner für Flüchtlinge und Unternehmen fungieren und so auch die Zusammenarbeit der Beteiligten vor Ort verbessern.

Die Maßnahmen der Ausbildungsakquisiteurinnen und Ausbildungsakquisiteure für Flüchtlinge und der Jobbegleiterinnen und Jobbegleiter werden wissenschaftlich begleitet und bewertet.

Hier finden Sie nähere Informationen zu den Ausbildungsakquisiteurinnen und Ausbildungsakquisiteuren und den Jobbegleiterinnen und Jobbegleitern.

CURA – Ganzheitlicher Ansatz

Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit (CURA)

Langzeitarbeitslose benötigen eine besonders intensive und individuelle Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Da es oft nicht ausreicht, nur die Betroffenen selbst zu coachen, sondern auch ihr familiäres Umfeld betrachtet werden muss, hat das Bayerische Arbeitsministerium zusammen mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das ganzheitliche Konzept „CURA – Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit“ entwickelt.

Jobcenter und Jugendämter arbeiten eng zusammen, um mit individuell aufeinander abgestimmten Maßnahmen die Arbeitsmarktsituation der Arbeitslosen und auch die Gesamtsituation der Familie zu verbessern. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz kann es gelingen, über Generationen hinweg verfestigte Arbeitslosigkeit aufzubrechen und die Betroffenen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Damit wird der gesamten Familie eine neue Perspektive gegeben.

Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger gab im Mai 2017 den Startschuss für die ersten Maßnahmen in der Region Augsburg. Aschaffenburg und Hof begannen im September mit der Umsetzung. Sieben weitere Standorte sollen bayernweit noch folgen. Die Staatsregierung unterstützt CURA mit bis zu 1,8 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Information

Hier finden Sie mehr Informationen rund um CURA und die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit: