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Zahlen & Fakten

Der Zugang (Bund/Bayern)

 

Im Zeitraum von 1. Januar 2016 bis 31. März 2016 wurden in Deutschland 173.707 Neuzugänge an Asylbewerbern im sog. EASY-System registriert (Stand 01.03.2016). Davon sind 24.000 Personen in Bayern verblieben.

Zur Erläuterung:

Das EASY-System ist eine IT-Anwendung des Bundes zur Erstverteilung der Asylbewerber auf die Bundesländer. Die Asylbewerber werden damit zahlenmäßig auf die einzelnen Bundesländer (gemäß § 45 AsylVfG) verteilt, in denen dann das Asylverfahren durchgeführt wird. Die quotengerechte Verteilung erfolgt unter Anwendung des sogenannten „Königsteiner Schlüssels“ (Bayern: 15,52 Prozent).

Die EASY-Zahl ist nicht gleichzusetzen mit der Zahl der Aufgriffe von Asylbewerbern durch die Bundes- bzw. Landespolizei, da die Registrierung der Asylbewerber im EASY-System erst zeitversetzt (nach einer Vorverteilung der Asylbewerber aus den Grenzregionen heraus) erfolgt. Demnach bilden die EASY-Zahlen auch nicht das Grenzgeschehen an den Bayerischen Grenzen in Niederbayern und Oberbayern und die dadurch erhöhten Belastungen Bayerns ab.

Hierzu wird im Vergleich dargestellt: Im Zeitraum von 1. Januar 2016 bis 31. März 2016 wurden in Bayern 122.905 ankommende Asylbewerber gezählt.

 

 Seit 2002 bis 2016 entwickelte sich die Zahl von Asylsuchenden wie folgt:

160415 Zugang

Zur Erläuterung:

Die neu ankommenden Asylsuchenden (= Asylbewerber) werden in einem ersten Schritt nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Erst in einem zweiten späteren Schritt stellen diese ihren Asylantrag beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Aufgrund der zeitlichen Verzögerung zwischen Zugang und formaler Antragstellung erfolgt in obiger Tabelle die Darstellung beider Zahlen zum Vergleich.

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Antragssteller und Hauptherkunftsländer

Von Januar bis März 2016 wurden in Bayern 26.571 Asylerstanträge gestellt. Folgende Herkunftsländer wurden vom BAMF in Bayern hauptsächlich bearbeitet:

 

 160415 Herkunftslaender

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Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Die Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge stellt sich für Bayern von Januar bis März 2016 wie folgt dar:

  • 55 Personen (0,2 Prozent) wurden als Asylberechtigte im Sinne des Grundgesetzes anerkannt.
  • 17.024 Personen (71,6 Prozent) erhielten Flüchtlingsschutz.
  • Bei 181 Personen (0,8 Prozent) wurde subsidiärer Schutz festgestellt, das heißt im Herkunftsland droht ein ernsthafter Schaden:
    • die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe,
    • Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder
    • eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts
  • Bei 120 Personen (0,5 Prozent) wurde Abschiebungsverbot festgestellt das heißt wenn im Zielstaat eine erhebliche individuelle Gefahr oder extreme allgemeine Gefahr droht. z. B. die Gefahr einer wesentlichen Verschlechterung einer bestehenden Er-krankung infolge fehlender oder nicht ausreichender Behandlung im Zielstaat droht.
  • Die Anträge von 2.904 Personen (17,0 Prozent) wurden abgelehnt.
  • Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 2.359 Personen (9,9 Prozent).

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Bayern - positive und negative Entscheidungen
 

 

Entscheidungen in % 2012 2013 2014
2015
Jan.-Mrz.
2016
Asylberechtigte
0,9 0,8 1,3 0,3 0,2
Flüchtlinge*
19,5 13,2
27,3
44,8 71,6
Subsidiärer Schutz**
    4,3 0,3 0,8
Abschiebeverbot*** 11,7 11,59 2,6 0,6 0,5
Ablehnungen
48,5 38,3 27,7 35,6 17,0
anderweitig erledigt
19,4 36,1 36,8 18,3 9,9

 * Anerkennung als Flüchtling gem. § 3 I AsylVfG i.V.m. § 60 I AufenthG
** Gewährung subsidiärer Schutz gem. § 4 I AsylVFG;
*** Abschiebungsverbot gem. § 60 V, VII AufenthG

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 160415 Entscheidungen Bayern

 

Bund - positive und negative Entscheidungen

 

Entscheidungen in % 2012 2013
2014
2015
Jan.-Mrz.
2016
Asylberechtigte
1,2 1,1 1,8 0,7 0,3
Flüchtlinge
13,0 12,4 24,0 47,8 61,3
subsidiärer Schutz
    4,0 0,6 0,9
Abschiebeverbot 13,5 11,4 1,6 0,7 0,6
Ablehnungen
49,7 38,5 33,4 32,4 25,8
anderweitig erledigt
22,6
36,6 35,2 17,8 11,1

 

 

160415 Entscheidungen Bund

Unterkünfte

Zum Stichtag 31.03.2016 waren 155.440 Personen untergebracht. 10% der Untergebrachten waren bereits Anerkannte/Bleibeberechtigte, d.h. Asylberechtigte, Flüchtlinge und Personen mit subsidiärem Schutz. Dieser Personenkreis darf und sollte aus den Unterkünften ausziehen. Sie sind nicht (mehr) leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Die Unterbringung erfolgt in folgenden Wohnungsformen:

  • in den Erstaufnahmeeinrichtungen (insgesamt 8 %),
  • in Gemeinschaftsunterkünften (15 %), die in Bayern von den sieben Bezirksregierungen betrieben werden und
  • in Unterkünften, die durch die Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung gestellt werden (67%) sowie
  • in Privatwohnungen (10 %)
     

160415 Wohnungssituation

(Stand: März 2016)

 

Kosten der Unterbringung und der Versorgung (Stand: März 2016)

Für die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern und anderen Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz investiert der Freistaat Bayern jährlich folgende Mittel:

160415 Kosten Unterbringung

(Stand: März 2016)

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Zusätzliche Informationen

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Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Faktenblatt zu Anerkennungs­quoten und Belegzahlen

Faktenblatt Asyl Anerkennungsquoten

Zusammenstel­lung aktuel­ler Infor­ma­tion­en zu den An­er­ken­nungs­quo­ten (Ent­schei­dung­en des BAMF) und zu den Be­leg­ungs­zahl­en in Ge­mein­schafts­unter­künf­ten.

Broschüre herunterladen (PDF, 0,02 MB)

Handreichung "Asylbewerberkinder in Kitas“

Handreichung Kita Asyl

Die Handreichung umfasst zentrale Bereiche, die für die Arbeit des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen mit Asylbewerberkindern und ihren Familien von Bedeutung sind.

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Asylbewerber­leistungs­gesetz

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Mehr Infor­ma­tion­en zum Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz fin­den sie in unserer So­zial­Fibel.

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