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Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Zum 1. August 2013 tritt das „Bayerische Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen, BayBQFG“ ("Anerkennungsgesetz") in Kraft.

Nach Inkrafttreten des Bundes-BQFG im April 2012 schafft das BayBQFG einen Anspruch auf Bewertung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen für im Freistaat Bayern landesrechtlich geregelte Berufe.

Antragsberechtigt sind alle Personen, die eine ausländische Berufsqualifikation haben und darlegen, eine entsprechende Beschäftigung im Freistaat Bayern ausüben zu wollen. Es wurden einfache und transparente Verfahren geschaffen: Es gilt eine Entscheidungsfrist der Behörde von drei Monaten ab Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen. In bestimmten Fällen, beispielsweise, wenn Gutachten eingeholt werden müssen, kann diese Frist verlängert werden.

Das BayBQFG gilt für folgende Berufe:

  • Sozialpädagogin /Sozialpädagoge.

    Zuständig: Zentrum Bayern Soziales und Familie (ZBFS)
    Region Unterfranken,
    Georg-Eydel-Straße 13,
    97082 Würzburg,
    Tel: 0931/4107-01,
    E-Mail: sozkipaedg@zbfs.bayern.de
    Das ZBFS - Regionalstelle Unterfranken hat auch eine zentrale Service-Nummer eingerichtet. Diese lautet: 0931-4107500
    Nähere Informationen insbesondere ein Merkblatt sowie das Antragsformular sind unter www.zbfs.bayern.de abrufbar.
     
  • Kindheitspädagogin/ Kindheitspädagoge.

    Zuständig: Zentrum Bayern Soziales und Familie (ZBFS)
    Region Unterfranken,
    Georg-Eydel-Straße 13,
    97082 Würzburg,
    Tel: 0931/4107-01,
    E-Mail: sozkipaedg@zbfs.bayern.de
    Das ZBFS - Regionalstelle Unterfranken hat auch eine zentrale Service-Nummer eingerichtet. Diese lautet: 0931-4107500
    Nähere Informationen insbesondere ein Merkblatt sowie das Antragsformular sind unter www.zbfs.bayern.de abrufbar.
     
  • Schulische Berufsaus- und Fortbildungsabschlüsse im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

    Zuständig
    >> im gewerblich-technischen und im kaufmännischen Bereich:
    Regierung von Oberbayern,
    Maximilianstr. 39,
    80538 München,
    Tel.:+49(89)2176-2691, +49(89)2176-3330,
    E-Mail: anerkennung.gew-kaufm@reg-ob.bayern.de

    >> im sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Bereich
    (Sozialbetreuerin und Pflegefachhelferin/Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer; Kinderpflegerin/Kinderpfleger; Erzieherin/Erzieher; Heilerziehungspflegehelferin/Heilerziehungspflegehelfer; Heilerziehungspflegerin/Heilerziehungspfleger;
    Heilpädagogin/Heilpädagoge; Familienpflegerin/Familienpfleger):

    Regierung von Niederbayern,
    Hauptdienstgebäude: Regierungsplatz 540,
    84028 Landshut,
    Tel: 0871/808-01,
    E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de

    >>für Altenpflegehelferinnen/ Altenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen/ Krankenpflegehelfer:
    Regierung von Oberfranken,
    Ludwigstraße 20,
    95444 Bayreuth,
    Tel: 0921 / 6040,
    E-Mail: poststelle@reg-ofr.bayern.de
     
  • Gymnastiklehrerinnen/ Gymnastiklehrer und Sportlehrerinnen/ Sportlehrer im freien Beruf sowie Fachsportlehrerinnen/ Fachsportlehrer freien Beruf mit staatlicher Prüfung

    Zuständig: Technische Universität München
    Frau Brigitte Richter
    Arcisstraße 21
    80333 München
    Tel: 089 / 289 24 655
    E-Mail: brigitte.richter@tum.de
     
  • Weiterbildungen zur Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung, Praxisanleitung und Gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung nach der Ausführungsverordnung zum Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (AVPfleWoqG)

    Zuständig: Regierungen.
     
  • Abschlüsse, die auf Kammerregelungen beruhen.

    Zuständig: die jeweilige Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK).
     
  • Für Menschen mit Behinderungen:

    Abschlüsse nach den besonderen Aus- und Fortbildungsregelungen der Kammern. Zuständig: die jeweilige IHK oder HWK.

Insbesondere auf folgende Berufe ist das BayBQFG nicht anwendbar:

  • Lehrerin/ Lehrer.

    Anerkennungsmöglichkeiten bestehen aber nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EG für EU-Bürger.
    Ansprechpartner: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Salvatorstraße 2,
    80333 München,
    Tel: 089/2186-0,
    E-Mail: poststelle@stmbw.bayern.de
  • Ingenieurin/ Ingenieur.

    Anerkennungsmöglichkeiten bestehen aber nach dem Ingenieuregesetz. Ansprechpartner: Regierung von Schwaben,
    Fronhof 10,
    86152 Augsburg,
    Tel: 0821/ 327-01,
    E-Mail: poststelle@reg-schw.bayern.de
     
  • Architektin/ Architekt, Innenarchitektin/ Innenarchitekt, Landschaftsarchitektin/ Landschaftsarchitekt, Beratende Ingenieurin/ Beratender Ingenieur, Stadtplanerin/ Stadtplaner.

    Anerkennungsmöglichkeiten bestehen aber nach dem Baukammerngesetz und den darauf beruhenden Regelungen.
    Ansprechpartner: Bayerische Architektenkammer,
    Waisenhausstr. 4,
    80637 München,
    Tel.: 089/ 139 880 – 0,
    E-Mail: info@byak.de.
    Für die Beratende Ingenieurin/ den Beratenden Ingenieur gelten vorrangig die Ausführungen zur Ingenieurin/zum Ingenieur.
     
  • Beamte:

    Einstellungsmöglichkeiten können jedoch nach Art. 38 ff. des Gesetzes über die Leistungslaufbahn und die Fachlaufbahnen der bayerischen Beamten und Beamtinnen (Leistungslaufbahngesetz - LlbG ) bestehen.
    Ansprechpartner: Jeweilige Einstellungsbehörde.
    Hinsichtlich der Anerkennung von Qualifikationen in Umsetzung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EG ergibt sich die Zuständigkeit aus Art. 44 LlbG.
     
  • Hochschulabschlüsse, die nicht zu reglementierten Berufen hinführen (z. B. Mathematiker, Ökonom, Journalist).

    Bewertungsmöglichkeiten für diese Berufe bestehen aber durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB).
    Nähere Informationen finden Sie hier...
     
  • Fachliche Weiterbildungen in den akademischen Heilberufen, die durch die Heilberufekammern anerkannt werden (z. B. zum Facharzt, Fachzahnarzt, Fachapotheker).

    Ansprechpartner: Die jeweilige Heilberufe-Kammer.
     
  • Übersetzer und Dolmetscher:

    Anerkennungsmöglichkeiten bestehen aber nach dem Dolmetschergesetz und der darauf beruhenden EG-Richtlinienverordnung für Dolmetscher
    Ansprechpartner: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Salvatorstraße 2,
    80333 München,
    Tel: 089/2186-0,
    E-Mail: poststelle@stmbw.bayern.de
     
  • Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare und Rechtspfleger;

    Nähere Informationen für Inhaber ausländischer juristischer Abschlüsse finden Sie hier...
     

Die Bundesregierung hat zur Information der Anerkennungssuchenden und der Zuständigen Stellen verschiedene Hilfen bereitgestellt:

Eine Beratung der Anerkennungssuchenden ist durch das IQ-Netzwerk möglich, in Bayern gibt es drei Beratungsstellen (Nürnberg, München, Augsburg):

  • Landeshauptstadt München

    Sozialreferat: Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen, Welfenstr. 22,
    81541 München,
    Tel.: 089/ 233-67141,
    E-Mail: servicestelle-anerkennung.soz@muenchen.de
     
  • Tür an Tür Augsburg

    Regionales Beratungsnetwerk MigraNet,
    Wertachstraße 29,
    86153 Augsburg,
    Tel.: 0821 / 455 10 90,
    E-Mail: anerkennungsberatung@tuerantuer.de
     
  • Zentrale Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen in der Metropolregion Nürnberg (ZAQ)

    Untere Talgasse 8,
    90403 Nürnberg,
    Tel.: 0911 / 231 10552,
    E-Mail: anerkennungsberatung@stadt.nuernberg.de

 

Schaffung von zusätzlichen Beratungsstellen

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration bittet soziale Träger um die Einreichung von Förderanträgen zur Schaffung von 5 zusätzlichen Anerkennungsberatungsstellen in Bayern.

Diese Beratungsstellen für Anerkennungssuchende werden vom Bund im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung – IQ“, das gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit getragen wird, gefördert.

Die ohnehin bereits hohe Beratungsnachfrage hat durch die hohe Anzahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen, die in der vergangenen Zeit nach Bayern eingereist sind, eine weitere Steigerung erhalten. Um weiterhin eine qualitativ hochwertige Anerkennungsberatung gewährleisten zu können, werden zusätzliche Beratungsstellen in Bayern benötigt. Diese sollen so verteilt werden, dass alle Regierungsbezirke Bayerns abgedeckt sind. Da der Bereich der Landeshauptstadt München sowie die Regierungsbezirke Schwaben und Mittelfranken bereits durch die bestehenden Anerkennungsberatungsstellen versorgt werden, sollen die 5 zusätzlichen Beratungsstellen in den Regierungsbezirken Oberbayern (außer München), Oberpfalz, Niederbayern, Oberfranken und Unterfranken entstehen.

Die Anerkennungsberatungsstellen sollen individuelle und umfassende Informationen zu Anerkennungsmöglichkeiten, -verfahren und Zuständigkeiten in allen Bereichen (Schulbildung, Berufsbildung, Hochschule + Universität) anbieten. Insbesondere soll eine fachkundige Beratung im Gesundheitswesen erfolgen. Umfassende Kenntnisse über ausländische Qualifizierungen und Anpassungsqualifizierung in Deutschland werden vorausgesetzt. Das Angebot soll sich besonders an Menschen mit ausländischen Qualifikationen, aber auch an Multiplikatoren sowie Arbeitsmarktakteure richten.

Ziel ist es, durch die zusätzlichen Anerkennungsberatungsstellen qualifikationsgemäße Beschäftigung zu ermöglichen und dadurch zu einer besseren Arbeitsmarktintegration beizutragen.

Die Finanzierung der zusätzlichen Anerkennungsberatungsstellen erfolgt über eine Förderung aus Landesmitteln. Die Träger werden verpflichtet, einen Eigenanteil von mindestens 10% der förderfähigen Kosten zu finanzieren. Förderfähig sind im Regelfall projektbezogene Personal- und Sachkosten. Rechtsgrundlagen sind die Bayerische Haushaltsordnung (BayHO) und das Haushaltsgesetz. Dies bedeutet u.a.:

  • Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (Art. 7 BayHO)
  • Regelmäßige Leistung eines angemessenen Eigenanteils (VV 2.4 zu Art. 44 BayHO, Nr. 1.2 AnBest-P)
  •  Beachtung des Besserstellungsverbots bei der Förderung von Personalkosten (Art. 23 BayHO, Nr. 1.3 ANBest-P)
  • Ausgeschlossen ist eine Förderung von Projekten, die bereits begonnen haben (VV 1.3 zu Art. 44 BayHO)

Interessierte Träger werden gebeten, ihre Kurzanträge mit einer transparenten Kosten- und Finanzierungsaufstellung bis spätestens 06.05.2016 an das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Referat I5, 80792 München zu richten.

Bei Fragen können Sie sich gerne wenden an:

Andrea Karly
Tel.: 089 1261-1254
E-Mail: andrea.karly@stmas.bayern.de

Weiterführende Informationen

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

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Vom 5. Mai bis zum 12. September 2014 bewerben.

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