Springe direkt zu: Inhalt Hauptmenü

Eckpunkte zur Förderstättenkonzeption

Zwischen den Einrichtungsträgern, den Bezirken (Kostenträgern) und dem Sozialministerium sind nachfolgende Eckpunkte abgestimmt worden. Diese sollen zum einen den betroffenen behinderten Menschen und ihren Angehörigen die Sicherheit geben, dass lebenslang eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet wird. Zum anderen haben sie zum Ziel, den Trägern von Behinderteneinrichtungen einen verlässlichen Rahmen für deren Planungen zur Verfügung zu stellen.

Gemeinsame Eckpunkte der Einrichtungsträger und –verbände, der bayerischen Bezirke und des Sozialministeriums zur Förderstättenkonzeption

Betreuung in Förderstätten

Behinderte Menschen, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht oder noch nicht erfüllen, sollen in Bayern in sog. Förderstätten oder in sog. Fördergruppen betreut und gefördert werden, die mit einer Werkstatt kooperieren (vgl. hierzu auch § 136 Abs. 3 SGB IX). Sie sollen dort entsprechend ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten beschäftigt und gefördert werden. Ziele der Beschäftigung und Förderung sind insbesondere die Hinführung zum Berufsbildungsbereich der Werkstatt, die Milderung der Folgen der Behinderung, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und die Entlastung der Familie. Die Förderstätten sind auf Dauer angelegte Einrichtungen der Eingliederungshilfe.
Die behinderten Menschen haben Anrecht auf einen zweiten Lebensraum, in dem sie am Leben der Gemeinschaft beteiligt und integriert sind. Hier können sie sich persönlich auch im Hinblick auf ihre Möglichkeiten, Arbeit und Beschäftigung im weiteren Sinne zu gestalten, entwickeln. Die Förderstätten sollen dieses Recht auf eine der Normalität entsprechende Lebensgestaltung in der sozialen Umwelt verwirklichen. Der Aufenthalt in den Förderstätten ist bei entsprechendem Bedarf dauerhaft zu gewähren. 

Regelmäßige Überprüfung des Hilfebedarfs

Es wird von allen Beteiligten anerkannt, dass der Hilfebedarf regelmäßig überprüft wird.
Erfahrungsgemäß ist die Förderstätte für den unter Ziffer 1 genannten Personenkreis über einen langen Zeitraum hinweg die geeignete Einrichtung (beispielsweise zur Milderung der Folgen der Behinderung und/oder zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft).
Soweit nach Art und Schwere der Behinderung jedoch angezeigt wird durch den Kostenträger im Benehmen mit dem Einrichtungsträger in regelmäßigen Abständen geprüft,
- ob für den Förderstättengänger der Verbleib in der Förderstätte weiterhin bedarfsgerecht ist,
- ob der Förderstättenbesucher für einen Übergang in eine Werkstatt geeignet erscheint,
- ob der Wechsel auf einen anderen, dem individuellen Bedarf besser gerecht werdenden Einrichtungsplatz geboten ist. Dies kann unter anderem ein Platz in einer tagesstrukturierten Einrichtung oder auch ein Pflegeplatz sein.
Wird in einem solchen Fall der Aufenthalt in einer Förderstätte auf einen bestimmten Zeitraum befristet, bedeutet dies nicht, dass nach Ablauf der Befristung ein Förderstättenbesuch nicht mehr möglich sein soll. Vielmehr wird, wenn weiterhin ein entsprechender Bedarf besteht, die Hilfe in der Förderstätte weiter zu gewähren sein.
Nach diesem Konzept gibt es zwischenzeitlich in Bayern rund 4.000 Förderstättenplätze.

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Inklusion in Bayern

Miteinander-Preis 2014 - Zukunft Inklusion

Miteinander-Preis 2014 - Auszeichnung für besonders gelungene Projekte der Inklusion von Menschen mit Behinderung

miteinanderpreis.de

Behindertenbeauf­tragte Bayern

Portrait Behindertenbeauftragte Irmgard Badura

behindertenbeauf­tragte.bayern.de

UN-Behinderten­rechtskonvention

Logo United Nations - UN

United Nations

Umsetzung der UN-Konvention in Bayern

Schwerpunkte der baye­risch­en Po­li­tik für Men­schen mit Be­hin­der­ung im Lich­te der UN-Be­hin­der­ten­rechtss­konvention

Der Aktionsplans zum Herunterladen

Nationaler Aktionsplan der Bundes­re­gier­ung

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bundeministerium für Arbeit und Soziales

Wegweiser für Menschen mit Behinderung

Logo Zentrum Bayern Familie und Soziales

zbfs.bayern.de

Miteinander - Zukunft Inklusion

Miteinander-zukunft-inklusion

Inklusion in Bayern: Alle sind dabei - mit und ohne Behinderung!

Broschüre (DIN lang), 12 Seiten, September 2015